Das Schreibcafé ist auch 2025 wieder da
Foto: Das Schreibcafé in Wuppertal am 02.08.25 auf Streetart-Tour Auch 2025 findet das Schreibcafé wieder jeden ersten Samstag im Monat statt. Hier findet ihr die Termine und dazugehörigen Infos.
Foto: Das Schreibcafé in Wuppertal am 02.08.25 auf Streetart-Tour Auch 2025 findet das Schreibcafé wieder jeden ersten Samstag im Monat statt. Hier findet ihr die Termine und dazugehörigen Infos.
Lieber Kaspar, es kann nur einen geben, passt bei dir nicht so recht, gibt es doch drei deiner Art, auch wenn sie alle anders heißen. Wir haben dich gestern in der Schreibrunde in der Evangelischen Seniorenwohnanlage im Alten Stadtbad so genannt. Eine schöne Idee fand ich, fielen doch Baltasar und Melchior gleich durch und raus. Du bist ein echter Kaspar, der Älteste. Dein strubbeliger, weißer Bart dokumentiert das. Du leuchtest von innen heraus. Das, was wenige Menschen in dieser Zeit von sich behaupten können. Die, die es behaupten, sind mir eher zu grell und laut.
Bild: Quint Buchholz Kein Wort zu viel. Kein Wort zu wenig. Sie klingen nach in mir, deine Worte, geschrieben. Du, eine so starke POETIN! Du wirst fehlen!
Bild: Tanja Graumann Das war er, der diesjährige Adventkalender, der mit einer kleinen, aber feinen Auflage komplett verkauft worden und den Mitarbeiter*innen des Schnöggel zugute gekommen ist. Eines meiner gelungenen Jahresschreibprojekte im zurückliegenden Jahr, das ohne alle die Texte der beteiligten Autor*innen nicht möglich gewesen wäre! Danke! Hier der Link zur Pdf-Datei des Kalenders als besonderes Weihnachtsgeschenk zum Nach-Genießen!
Sie waren da in diesem Jahr, die vielen, kleinen Geschichten, die sich nicht aufdrängten, die so passierten, die nicht laut daher gepoltert kamen und, die sich eher auf den zweiten Blick zeigten, wenn die meisten schon wieder weggeschaut hatten. Sie erzählten leise von dem, was ihnen wichtig war und ich hörte zu. Ich habe nicht einmal einen Bruchteil von ihnen aufgeschrieben. Die Zeit kommt jetzt zwischen den Jahren, wenn ich versuche alles noch zu erledigen, was ich im Jahr nicht geschafft oder noch nicht sortiert habe. (Immer) noch nicht streiche ich aus meinem Wortschatz und ersetze es durch, weil etwas anderes wichtiger war.
Oje! Oje! Oje!!“ Ulla hörte Hennis lautstarkes „Oje“ schon von unten von der Haustür bis zu ihrer geöffneten Wohnungstür in den 2. Stock. Sie grinste. Na, was war denn heute mal wieder los. „Ulla, meine absoluten Lieblingsschuhe sind nicht mehr zu reparieren!“ Henni kam mit einem Beutel herein, aus dem ihre Schuhe kullerten, als sie den auf den Boden stellte.
Montagnachmittag. Henni saß mit ihrer besten Freundin Ulla am Küchentisch. Der frisch aufgebrühte Kaffee duftete und es gab leckeres Walnuss-Plunder-Gebäck, bei dem die Finger immer so schön klebrig wurden, weil die Gabel es nicht schaffte, ein Stück abzugabeln, wie Henni es nannte. Grumbel! Es tönte laut und deutlich durch die Wohnung.
Henni macht wieder Urlaub an der Nordsee. Dafür hat sie sich extra ein neues Paar rote Gummistiefel mit weißen Punkten gekauft. Sie ist ganz begeistert von ihrem neuen Paar! „Sie sind so leicht. Wir laufen wie auf Wolken!“, lacht sie und matscht durch das Watt und freut sich jedes Mal, wenn das Meer verschwindet und die Ebbe das Watt freigibt. Das ist aber noch längst nicht alles.
„Wieso ist es nur so schwer, die Dinge loszulassen, die uns zur Gewohnheit geworden sind?“, fragt Henni nachdenklich. Ulla schaut sie an und spürt dem Klang der Frage nach, die keine einfache Kaffee-und-Kuchen-Frage ist und bei Kaffee und Kuchen beantwortet werden kann. Ulla trinkt einen großen Schluck Kaffee und kaut an einem ebenso großen Stück Kuchen, bevor sie zu antworten versucht.
Ich wusste schon 2015, warum ich diesen Buchtitel gewählt habe, denn ich glaube zutiefst an die Kraft der gesprochenen, (vor)gelesenen und geschriebenen Worte! Eins ist klar. Worte halten (uns). Sie können den Tod eines geliebten Menschen nicht rückgängig machen, aber sie können in diesem EINEN Moment Halt gesprochen geben. Sie können zugewandt, einfühlsam sein und die Menschen direkt ansprechen. Sie können die Hilflosigkeit und Angst und Unsicherheit ausdrücken.