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Hennis Blog-Adventkalender 2021 – Was wäre, wenn …? Tag 1

Jeden Tag werden wir jetzt schreibend ein Türchen in Hennis Blog-Adventkalender öffnen und von heute an bis zum 24.12.2021 eine neue Advent-Geschichte schreiben, die eine sein kann, die durchgehend ist oder eine, die aus 24 einzelnen Geschichten besteht. Lassen wir uns doch einfach jeden Tag (Die Liste der Mitschreiber*innen!) von der geschriebenen Antwort auf die Frage „Was wäre, wenn …?“ überraschen. Schön, dass du/dass Sie/dass ihr mitlest. Sabine und Henni

NaNoWriMo 2021

Was hat sie dieses Jahr eigentlich bei NaNoWriMo geschrieben, fragt Roland und steigt behutsam über die Fußmatte ins Schnöggel. Mit „sie“ meint er seine Erfinderin. Sie hat einen auf biografische Fragen gemacht, weil sie angeblich keine Zeit für einen neuen Roman hatte, entgegnet Paula, die mit Roland zusammen gekommen ist. Im Gegensatz zu ihm hat sie sich ihre Boots an der Fußmatte abgeputzt.. Immerhin sind durch die täglichen „Was wäre, wenn …?“-Fragen immerhin 40444 Wörter bei herausgekommen, resümiert Mia, die schon am reservierten Tisch sitzt und als einzige Figur nicht in einem der letzten fünf NaNoWriMo-Monate November entstanden ist, sondern im Sommer 2015 beim sonntäglichen Auswärtsfrühstück in ganz unterschiedlichen Cafés, die die Autorin spontan aus- und dann aufgesucht hat.

Was wäre, wenn …? Hennis Blog-Adventkalender 2021

Was wäre, wenn es dieses Jahr keinen Blog-Adventkalender geben würde? Undenkbar, oder? Ja, das geht einfach nicht. Nicht einmal dann, wenn die Zeit noch viel weniger zu sein scheint, als die Jahre zuvor! Was wäre, wenn wir wieder ALLE Türchen mit einer kleinen Was-wäre-wenn-Geschichte öffnen würde? Das wäre wunderbar und so wäre der Blog-Adventkalender etwas Normalität in einer anonsten ver-rückten Welt, die viel mehr l(i)ebenswerte Rituale benötigt. Wie funktioniert der Blog-Adventkalender dieses Jahr? Du brauchst einen eigenen Blog/eine eigene Internetseite und Spaß am gemeinsamen Schreiben. Such dir hier auf dem Kalender (LINK) einen Tag aus, an dem du mitschreiben willst, schau dir ab, was bereits geschrieben ist und schreib weiter. Das war es auch schon. Henni und ich freuen uns jetzt schon auf alle, die mit uns schreiben werden. Lasst und zusammen schreiben und die Zeit schreibend besser und schöner werden lassen! Sabine und Henni  

„Was wäre, wenn du eines Tages Flu-Ro kennenlernst?“

„Ulla, wir haben ihn wirklich und ganz in echt gesehen! Ulla, wir sind die Einzigen, die ihn wirklich gesehen haben!“ Henni kommt ganz aufgeregt in ihre Wohnung und stellte eine große Tasche neben den Küchentisch. „Was ist da drin?“, fragt Ulla neugierig. „Na, unser Schlafsack. Wir mussten uns doch heute Nacht auf die Lauer legen, seinetwegen.“  Henni schaut geheimnisvoll, und zwar so, als müsse Ulla sofort wissen, wen sie meint. „Wer ist er?“, fragt Ulla und tut ihr den Gefallen nachzufragen.

Henni und Juttas Strand am Rhein

Henni war ganz aufgeregt. Sie besuchte endlich mal wieder ihre langjährige Freundin Jutta in Monheim und hatte sich dazu den alten, klapprigen Fiesta von Ulla geliehen. Henni fuhr gerne, aber sie hatte das schon lange nicht mehr getan. Also dauerte die Strecke, die eigentlich nur eine Stunde dauerte, fast doppelt so lange. Sie hatte sich das neue Album „Voyage“ von Abba auf ihrem Handy während der Fahrt angehört. Abba gehörte zu ihren Kindheitserinnerungen, doch die Lieder waren einfach nicht mehr so wie sie die Musik in ihrer Erinnerung hatte. Das Gefühl bei Liedern wie „Mamma Mia“ oder „Take a chance on me“ entstand bei den neuen Liedern einfach nicht. Viele klangen eher schon wie viel zu frühe Weihnachtslieder. Doch dann kam die „Ode to Freedom“, die war Klasse und verursachte Henni eine Gänsehaut und berührte sie so sehr, dass sie das Lied auf Dauerschleife stellte.

Henni und der kopflose Engel

„Wir haben dafür gesorgt, dass Florentine ihren Kopf verloren hat!“ Henni schaute mit großem Entsetzen auf den kopflosen Engel vor ihren Füßen. Sie stand in der Buchhandlung vor einem Regal mit Kartons voller Engelfiguren, die auf einen ordentlichen Turm gestapelt waren. Eben bis zu dem Moment, als Henni einen Karton davon in die Hand genommen hatte. Der äußere Pappkarton war mit der inneren Pappschachtel, in den der Engel gebettet war, nicht befestigt und rutschte einfach heraus auf den Boden und nahm den Engel gleich mit.

Henni und der einsame Filmprojektor

Henni hatte Langeweile. Ulla und sie waren für ein Wochenende nach Winterberg in eine kleine Pension gefahren, die ihnen Kemal günstig angeboten hatte. Der Vermieter der Pension „Waldesruh“ war der Bruder von seinem Bruder oder so ähnlich. Jede von ihnen hatte ein kleines Zimmer mit Blümchenbettbezug, einem uralten Fernseher und einem wackligen Tisch auf dem eine Vase mit einem Trockenblumenstrauß stand.