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Henni, die Nasenbohrerin und die Kunst im Schulklo

„Ulla, müssen wir wirklich wieder zu der Nasen-bis-ins-Hirnbohrerin?“, fragte Henni und zappelte unruhig von einem Bein auf das andere. Ulla und sie hatten heute etwas Besonderes vor. Sie waren mit Peter und seinem Freund Benno, einem bekannten Graffiti-Künstler aus der Stadt im Dortmunder U verabredet. Die beiden hatten sich angeboten sie im Auto mitzunehmen Da gab es eine coole Ausstellung und dafür brauchte Henni einen negativen Test.
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Henni und die „Ausgangswas“?

Hier findet ihr den aktuellen Text als Audiodatei. Gelesen von Jürgen Fleuster.
„Wir mögen seine Stimme!“, sagt Henni und hört sich den Text noch einmal an.

„Wusstest du, dass ‚Laschi‚ jetzt bei Asterix mitspielt?“, fragte Henni ihre Freundin Ulla und zeigte auf das Cover des Spiegels, den Henni heute von Peter geschenkt bekommen hatte, der wusste, dass Henni die Zeitschrift mochte, weil Uwe den immer gelesen hatte.  Sie blätterte wahllos in der Zeitschrift. Weiterlesen

Hennis Online-Lesung wird verschoben – Neuer Termin im Mai

Hennis Online-Lesung zu den Texten aus dem Samstag-Schreibcafé wird in den Mai verschoben. Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow werden vorlesen.

Datum: 07.05.2021 – Lesung mit Texten aus dem Samstag-Schreibcafé:
Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow lesen vor.
Uhrzeit: 19:00 Uhr (Dauer, ca. eine Stunde, ab 18:45 Uhr zwangloses Ankommen …)
Rahmen: Es wird eine Online-Lesung mit Zoom stattfinden.
Eintritt: 5€
Anmeldung bitte per Mail an text[at]sabine-hinterberger.de. Dann erhalten Sie den Link zur Lesung.
Weitere Informationen hier als Pdf-Datei zu finden.

Ein etwas anderer Lexikoneintrag

Sternstunde, keine: Sie ist das einfach Nicht-Vorhandensein einer wunderbaren, außergewöhnlichen und im Gedächtnis bleibenden Sternstunde. Eben etwas, an das frau sich nicht oder gerade doch erinnert, weil es so absolut keine Mondlandung ist. Oder, sie erinnert sich immer wieder. Sätze, die auf dieses Phänomen hindeuten, sind:

Im Chat konnten wir nicht.
Da fühlten wir uns unbegabt.
Blind Date.
Ich habe nichts gesehen.
Mmh …
Ich bin heute nicht im Schreibmodus.

Wenn diese Sätze einzeln oder gar im ganzen Rudel auftreten, können Sie sicher sein, dass das Phänomen da ist, aber nicht ihr vorbereiteter Plan dahinter. Eine Sternstunde klappt mit einem noch so gut vorbereiteten Plan eher nicht bis gar nicht. Das mit dem Plan beruhigt, erklärt aber das Phänomen nicht, denn Planlosigkeit ist auch kein Garant für keine Sternstunde. Vielleicht mehr eine gehörige Portion „Nicht-Wollen“ oder einfach zwei Kugeln Lieblingseis ohne Schlagsahne obendrauf.

Dieser Genuss ist immer eine Sternstunde, es sei denn, aber das ist äußerst unwahrscheinlich, das Eis schmeckt nicht. Ich meine „Eis-und-nicht-schmecken“ und da wären wir dann wieder am Anfang vom Ende: keine Sternstunde. Punkt. Aus. Ende.

MeerSehnen

Ich sitze hier im Café am Meer, Flip-Flops an den braungebrannten Füßen, die voller Sand sind. Der Kaffee, der ein Eiskaffee ist, schmeckt nach Meer. Die Menschen, die am Café entlang spazieren, sind alle entspannt und ich auch, weil ich einfach wieder hier sitzen und aufs Meer schauen kann, in dem ich gerade noch schwimmen war.

Ich spüre das Salz auf meiner Haut. Die Haare sind noch feucht. Die Luft riecht nach Sonnencreme, nach Kindheit, nach Leben, nach Sonne, nach Urlaub und nach einem Gin Tonic. Endlich wieder hier. Hier will ich nicht mehr weg.

So lange habe ich die Tage und Stunden und Minuten und Sekunden gezählt. So lange habe ich mich auf diesen Moment hin gesehnt. So lange habe ich alles andere sein lassen, um hier sitzen zu können. So lange war ich noch nie hier. So lange wie noch nie zuvor werde ich hier bleiben.  

Hennis Oster-„Brantsch“

Foto: #kriegundfreitag

„Henni, mach bitte auf! Ich bin es, Ulla!“ Ulla stand vor Hennis Wohnungstür und hämmerte gegen die Tür. Sie waren heute zum „Oster-Brantsch“ verabredet gewesen.
„Das heißt nicht Frühstück, sondern Brantsch und beginnt erst um 11:00 Uhr!“ hatte Ulla Henni erklärt und einen leckeren Hefezopf gebacken. Henni wollte den Quark und die Marmelade dazu mitbringen.
Wer nicht kam, war Henni. Der Hefezopf, gerade noch im Ofen, wurde langsam kalt. Das war in den ganzen Jahren, seitdem sich die beiden Frauen kannten, noch nie vorgekommen.
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Henni und Egon

„Wie lange sitzt du denn schon hier?“, fragte Henni und schaute ihn an. Er war ziemlich blass. Nein, sehr weiß, das trifft es besser. Saß da auf dem Pfosten des Sichtschutzes aus Holz und guckte nur und sagte nichts.

„Bist du schüchtern?“, fragte Henni noch einmal.

Wieder schaute er nur über sie hinweg und sagte nichts.
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#neulichnachtsonline – Im Dunkeln schreiben

Am letzten Freitagabend, in der Nacht der Bibliotheken, war es soweit:

Fünf mutige Autorinnen schrieben mit mir mutig in die Nacht hinein. Mit nichts weiter ausgestattet als Papier, ihren Worten, ihrer Phantasie und einer kleinen Lichtquelle.

Wunderbare Texte sind entstanden, die nur so in der Dunkelheit entstehen können. Doch lesen Sie selbst nach, was alles entstanden ist und warum Sie das unbedingt auch einmal ausprobieren sollten.

Hier der Link zum Padlet der Schreibnacht.

Eine Wiederholung ist auf jeden Fall geplant.