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Henni und das Meer

„Henni?“ Eine große Hand mit einem klobigen Ring am Finger hielt ihr ein Tempotaschentuch hin.
„Mmh.“ Henni schniefte laut, rieb sich die Augen und schneuzte sich dann geräuschvoll.
„Alles o.k.?“
„Mmh!“, antwortete Henni, „So viel Meer auf einmal ist ein wenig zu viel für uns.“
„Du warst lange nicht mehr hier!“ Weiterlesen

Wenn alles schief geht, ist endlich alles gerade gerückt

„Wir sind heute aber auch total dusselig durcheinander geschüttelt wie eine Tüte Haribo, da sind die Gummibeeren auch immer unten!“ Henni schimpfte vor sich hin. Erst war die Tüte von Kaufland gerissen. R-A-T-S-C-H machte es und da kullerten auch schon die Joghurts, die Äpfel, das Toastbrot, die Tüte Haribo und die kleine Leberwurst heraus.

„Sei mal nicht gleich beleidigt!“, rief Henni der Leberwurst hinterher und kroch unter die Sitzbank neben dem Kaffeeautomaten, denn natürlich war die kleine Leberwurst bin nach ganz hinten gerollt.
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Henni, ihr Lieblingsfenster und der Drache im Wald

Henni schaute mit gerunzelter Stirn auf ihr frisch geputztes Fenster. Es war ihr Lieblingsfenster. Von hier aus konnte sie, wenn sie auf dem Sofa im Wohnzimmer neben ihrem roten Herz-Lieblingskissen saß, den Teil des gegenüberliegenden Waldes sehen, der wie ein fliegender Drache aussah. Sie wollte die beiden Flügelrahmen so weit wie möglich öffnen. Nicht nur öffnen, sondern das Fenster sollte so geöffnet bleiben. Leider hatten die Flügelrahmen die Angewohnheit immer wieder langsam zuzugehen.

Das mit den einzelnen Teilen des Fensters, den Flügel- und Blendrahmen hatte ihr Uwe mal erklärt, der eine Zeitlang bei einem Fensterbauer gearbeitet hatte. Und von ihm hatte sie auch das Bildlexikon, in dem das alles gut beschrieben war.
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Henni meets Kunst: Henni, die Pfeile auf dem Boden und die tanzenden Buchstaben

Bild: (c) Dan Perjvoschki

Henni, die letzte Woche das erste Mal im Museum in Dortmund, im Dortmunder U gewesen war, hatte voll Geschmack gefunden an der Kunst. Und weil das so war, hatte Benno sie heute wieder alle, Ulla, Peter und Henni, nach Aachen zum Stadtspaziergang an den Werken der Comiciade vorbei und danach ins Ludwig Forum eingeladen, weil da ein toller Graffiti-Künstler ausstellte. Ulla hatte kurzfristig abgesagt und Peter auch.

„Voll die Kunstbanausen!“, hatte Benno gelacht. „Ich hoffe, du versetzt mich jetzt nicht auch noch!“
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Henni, die Nasenbohrerin und die Kunst im Schulklo

„Ulla, müssen wir wirklich wieder zu der Nasen-bis-ins-Hirnbohrerin?“, fragte Henni und zappelte unruhig von einem Bein auf das andere. Ulla und sie hatten heute etwas Besonderes vor. Sie waren mit Peter und seinem Freund Benno, einem bekannten Graffiti-Künstler aus der Stadt im Dortmunder U verabredet. Die beiden hatten sich angeboten sie im Auto mitzunehmen Da gab es eine coole Ausstellung und dafür brauchte Henni einen negativen Test.
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Henni und die „Ausgangswas“?

Hier findet ihr den aktuellen Text als Audiodatei. Gelesen von Jürgen Fleuster.
„Wir mögen seine Stimme!“, sagt Henni und hört sich den Text noch einmal an.

„Wusstest du, dass ‚Laschi‚ jetzt bei Asterix mitspielt?“, fragte Henni ihre Freundin Ulla und zeigte auf das Cover des Spiegels, den Henni heute von Peter geschenkt bekommen hatte, der wusste, dass Henni die Zeitschrift mochte, weil Uwe den immer gelesen hatte.  Sie blätterte wahllos in der Zeitschrift. Weiterlesen

Hennis Online-Lesung wird verschoben – Neuer Termin im Mai

Hennis Online-Lesung zu den Texten aus dem Samstag-Schreibcafé wird in den Mai verschoben. Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow werden vorlesen.

Datum: 07.05.2021 – Lesung mit Texten aus dem Samstag-Schreibcafé:
Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow lesen vor.
Uhrzeit: 19:00 Uhr (Dauer, ca. eine Stunde, ab 18:45 Uhr zwangloses Ankommen …)
Rahmen: Es wird eine Online-Lesung mit Zoom stattfinden.
Eintritt: 5€
Anmeldung bitte per Mail an text[at]sabine-hinterberger.de. Dann erhalten Sie den Link zur Lesung.
Weitere Informationen hier als Pdf-Datei zu finden.

Ein etwas anderer Lexikoneintrag

Sternstunde, keine: Sie ist das einfach Nicht-Vorhandensein einer wunderbaren, außergewöhnlichen und im Gedächtnis bleibenden Sternstunde. Eben etwas, an das frau sich nicht oder gerade doch erinnert, weil es so absolut keine Mondlandung ist. Oder, sie erinnert sich immer wieder. Sätze, die auf dieses Phänomen hindeuten, sind:

Im Chat konnten wir nicht.
Da fühlten wir uns unbegabt.
Blind Date.
Ich habe nichts gesehen.
Mmh …
Ich bin heute nicht im Schreibmodus.

Wenn diese Sätze einzeln oder gar im ganzen Rudel auftreten, können Sie sicher sein, dass das Phänomen da ist, aber nicht ihr vorbereiteter Plan dahinter. Eine Sternstunde klappt mit einem noch so gut vorbereiteten Plan eher nicht bis gar nicht. Das mit dem Plan beruhigt, erklärt aber das Phänomen nicht, denn Planlosigkeit ist auch kein Garant für keine Sternstunde. Vielleicht mehr eine gehörige Portion „Nicht-Wollen“ oder einfach zwei Kugeln Lieblingseis ohne Schlagsahne obendrauf.

Dieser Genuss ist immer eine Sternstunde, es sei denn, aber das ist äußerst unwahrscheinlich, das Eis schmeckt nicht. Ich meine „Eis-und-nicht-schmecken“ und da wären wir dann wieder am Anfang vom Ende: keine Sternstunde. Punkt. Aus. Ende.