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Natalie Goldbergs Online-Kurs als selbst verabreichter Impfstoff in einer ver-rückten Welt

Foto: Quint Buchholz, Sommerwind 2013

10 Jahre ist es her, dass ich diesen Text geschrieben habe. Schon vor zehn Jahren hat mich diese Frau und ihre so feinsinnige schreibende Weise auf die Welt zu schauen unglaublich fasziniert. So sehr fasziniert, dass mein poetisches Ich gekündigt und sich auf den Weg nach New Mexico gemacht hat, gegen jeden klugen Verstand, einfach spontan, aus einem zutiefst echten Gefühl heraus.

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Blogparade „Was ist Zeit?“

Andrea hat auf ihrem Blog „Kinderalltag – Mein Mama-Blog“ zu einer Blogparade zum Thema „Was ist Zeit?“ aufgerufen.

In meinem gestrigen Schreibcafé habe ich eine Miniatur geschrieben, die zeigt, wie Zeit erlebt werden kann. Ich wusste anfangs überhaupt nicht, wohin mich das führt und bin heute, einen Tag später, selbst sehr überrascht und fasziniert zugleich, wohin es mich geführt hat.

Zeitlos

(Schreibimpuls: Schreiben mit einem ersten und einem letzten Satz eines Buches)

„Es fiel Regen in jener Nacht, ein wispernder Regen.“[1] Ein Regen, der verriet, was in der Luft lag, was diese Zeit anrichten würde, mit unserer Welt und ihr und ihm. Sie hatten, nass geregnet bis auf die Haut, einen Unterschlupf in der alten Fabrikhalle gefunden. Die Fabrikhalle, die niemand mehr betrat, weil sie einsturzgefährdet war.
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Henni hat sich ausgesperrt

Eine neue Geschichte und eine Audio-Datei von Henni. Und, wer kennt das nicht, sich schon einmal ausgesperrt zu haben?!

„Wir werden morgen früh und zu Weihnachten noch hier vor der Tür sitzen!“, schimpft Henni mit sich. Sie sitzt vor ihrer Haustür auf der obersten Stufe in der Mittagssonne. Sie hat sich ausgesperrt. Nicht, dass hinter der Haustür und Zuhause jemand auf sie warten würde, der sie dann einfach reinlassen könnte und es nicht schön war in der Sonne zu sitzen, aber der Ärger über die eigene Vergesslichkeit ist einfach zu groß!
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Henni und der peinlichste und schönste Kuss

Heute schon wieder eine Audio-Datei von Henni, weil wir ja heute alle nicht in den Mai hineintanzen können.

 

„Wir haben den Uwe ja echt gerne geküsst, aber sein erster Kuss war voll peinlich“, sagte Henni kichernd. Sie saß mit Ulla am späten Abend vor dem Ersten Mai bei einem Eierlikörchen in der Küche, als sie das erzählte. Vermutlich hätte sie diesen Satz nicht laut ausgesprochen, wenn das dritte Glas des selbstgemachten Eierlikör von Ulla nicht ihre Zunge etwas gelöst hätte.

„Echt?“, fragte Ulla neugierig. „Erzähl doch mal!“.

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Henni und die Sonnenblumen und Rosen zum Umhängen

——- FÜR ALLE DIE SEIT MONTAG EINEN DR.-FRANKENTHAL-MUNDSCHUTZ TRAGEN MÜSSEN ——

Hier auch die Audio-Datei:

 

Henni öffnete das Fenster im Wohnzimmer und schaute auf die andere Straßenseite, wo Ulla dasselbe tat. Sie öffnete nur ihr Küchenfenster. Beide legten ein Kissen auf die Fensterbank, stellten ihren Kaffee daneben und unterhielten sich über die Straße hinweg.

Das tägliche Ritual der beiden Frauen seit nun mehr sechs Wochen, als Ulla von ihrem Arzt durch ihre schwere Asthmaerkrankung zur Risikogruppe erklärt und in die Wohnung verbannt wurde.

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Wie Henni zu den roten Gummistiefeln mit weißen Punkten kam

„Wir wissen nicht, welche Schuhgröße wir haben. Unsere Füße müssen einfach nur in diese Gummistiefel passen.“, sagte Henni im Schuhladen und zeigte auf die roten Gummistiefel mit weißen Punkten.

Der Verkäufer mit dem gestreiften Hemd, der sie bereits kannte, lachte. „Also, tauschen wir die etwas in die Jahre gekommenen grünen Garten-Gummistiefel gegen diese rot-weiß-Gepunkteten?“
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Henni und das leuchtende Osterei am Horizont

– – – – – – – FÜR ALLE, die wie ich geglaubt haben, sie könnten nicht malen !!! – – – – – – –

Hier auch die Audio-Datei:

 

„Wir haben das doch schon gestern alles gesehen, oder?“ Henni seufzte in das Instant-Kaffeepulver-Glas. Jeden Morgen derselbe Blick aus dem Küchenfenster: Dächer, Dächer und Dächer, ach, ja, da waren ja auch noch Dächer. Und am Horizont, ein Dach nach dem anderen Dach.
Henni verschloss das Glas mit dem Kaffeepulver, schüttete das heiße Wasser aus dem Wasserkocher in die vorbereitete Tasse, in der sie das Kaffeepulver langsam verrührte. Heute gab es die Feiertagstasse, die weiße, hohe Tasse, ohne alles. Die sah immer so fein aus, fand Henni, deshalb holte sie die nur sonntags oder an Feiertagen aus dem Küchenschrank.
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Blogparade: Osterei-Elfchen mit O + Ei

Foto: Kathrin Kraft, Müder Hase (Inkognito)

Meine kreative Mitstudentin Ulrike hat ganz spontan zu einer neuen Blogparade eingeladen.
Die Aufgabe lautet: Schreibe ein Elfchen rund um das Osterei mit contrainte, also mit einer selbst auferlegten sprachlichen Beschränkung: Ihr dürft nur Wörter mit den Vokalen “o”, “e” und “i” verwenden, d.h. “a” und “u” sind TABU.

Sie freut sich auf zahlreiche Beiträge von euch! Die Blogparade läuft bis Ostermontag. Wer keinen eigenen Blog hat, der kann seine Kreationen gerne als Kommentar auf ihrer Seite posten.

Meine Idee zum Elfchen leite ich aus dem Foto von Kathrin Kraft ab.

Ple_se help me!

Osterh_se
versteckt sich
will nicht hin__s
in die weite C-Welt
Weihn_chten

Nikol__s
soll`s richten
rote Mütze Wollsch_l
Kerzen Lichterketten L_mett_ Geschenke
Verschenkt!

Blogparade: eindeutig-uneindeutig

Und schon wieder eine Blogparade: eindeutig – uneindeutig.  Dieses Mal kommt sie von meinem lieben Studienkollegen Urs, der den Ausfall des Segeberger Kreises mit dieser tollen Idee kompensiert.

Lest hier selbst, wie Urs die Aufgabe stellt und beschrieben hat:

„Leider musste die Jahrestagung des Segeberger Kreis – Gesellschaft für Kreatives Schreiben zum Thema „Haltungen schreibend erfahren“ abgesagt werden.
Ich durfte für die Tagung einen Schreibgruppenvorschlag vorbereiten und nahm mir das Thema „eindeutig-uneindeutig: Ambivalenz schreiben“ vor. (Siehe Segeberger Briefe No.100)
Aus aktuellem Anlass empfinden wir wohl alle gerade höchst ambivalente Gefühle und unsere Haltung ist wahrscheinlich ziemlich eindeutig-uneindeutig. […]
Die Parade endet am 31.3.
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