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Letztes Schreibcafé

Foto: Luminous + lux061 (nobis design) Wenn ich neue Stiefel vor die Tür stelle, … wünsche ich mir, dass er am nächsten Morgen gefüllt ist. Bis oben hin, natürlich nicht mit Süßkram oder irgendeinem materiellen Überfluss-Kram. Wenn ich neue Stiefel vor die Tür stelle, hole ich sie herein, stelle sie zu meiner ersten Tasse Kaffee des Tages und spüre, was sie enthalten: Riesengroße Lust auf Neues. Wertschätzung als warmer Mantel in Orange und ein Gefühl der Verbindung zu den Menschen und Enten, die mir gut tun.

Immer wieder freitags oder die Sehnsucht der Ente mit nach Mordor zu reiten

(Schreiben mit dem Wort-Steinbruch) „Schaut am 5. Tag nach Osten, wenn die Sonne aufgeht“, sagte Gandalf zu seinen Gefährten, als sie Richtung Mordor ritten. Es war Freitagmittag. Sie schaute ihn an. Jede Woche derselbe Satz. Dieselbe charismatische Ausstrahlung. Derselbe Sog, mitzureiten, zu kämpfen, auf Leben und Tod, vielleicht nicht wiederzukommen. Sie sattelte ihre stärkste Ente und ritt am Ende der Gruppe. Sie bildete wie immer das Schlusslicht. Lag wohl an der Größe ihrer Ente. Sie bog wie jeden Freitag kurz vor Mordor über den Fahrradweg rechts ab und kämpfte in der alten Fabrik im dunklen Stadtwald ihren eigenen Kampf. Als es dunkel wurde, hatte sie dort alle erledigt und konnte müde, aber zufrieden ins Wochenende gehen. Jeden Freitag dasselbe Spiel, bis zu dem einen Freitag, an dem sie nicht mehr abbiegen, sondern weiter mit nach Mordor reiten würde. ENDLICH!

Neuer Text aus dem ersten Schreibcafé 2025

Bild: Quint Buchholz Was ist die eine gute Gewohnheit, die dir das Leben leichter macht? (Aus: 101 Montag-Motivation, Profiler Suzanne Grieger-Langer) „Lächeln“, hat Sonja gesagt und hat Recht. Genau das tue ich und verschenke eine Ente dazu. Denn dann kommt das Lächeln zu mir zurück So spüre ich auch im ganz, ganz Kleinen, zumindest für diesen einen Moment und, dass sich für diesen einen beschenkten Menschen etwas verändert hat. Etwas Neues ist dazugekommen. Etwas, das vorher noch nicht da gewesen ist. Und wieso sollte ich mir dann nicht auch immer öfter selbst eine Ente schenken. Täglich aufs Neue! So!