„Es gibt solche Tage, die möchte ich einfach aussitzen, so tun, als gäbe es sie nicht oder wegradieren wie früher, wenn mir ein von mir gemaltes Bild nicht gefallen hat!“, sagt Ulla und schaut aus dem Fenster. Ihr Arzt hatte heute keine gute Nachricht für sie und Henni hatte sie begleitet. Das hat Ulla gut getan und Henni durfte auch ihre Hand halten. Das machte Henni sonst nicht, weil Ulla das nicht wollte, aber heute war eine haltende Hand gut. Und ein Spaghetti-Eis mit Kaffee danach war eine verdammt gute Idee, fand Henni. Henni folgt ihrem Blick, kann da aber nichts entdecken, außer dem Nachbarhaus, das da schon immer gestanden hat, seitdem sie hier wohnt. Das ist hier ja nicht so selbstverständlich, werden doch in dieser Straße auch immer mal wieder Häuser abgerissen, um dann daraus Parkplätze werden zu lassen … „Aber solche und solche Tage bleiben Tage!“, antwortet Henni. „Jeder davon ist einer deines Lebens!“ Die beiden Frauen schweigen und die Erzählerin übernimmt für den Moment: