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Sea You, Veränderung!

Henni saß auf ihrem geliebten Sofa und seufzte. Hier auf dem schon etwas abgewetzten Sofa war ihre Steuerzentrale. Wie bei Star Trek. Hier war sie Captain Picard. Sie konnte von hier aus alles überblicken, steuern und sehen. „Wir sehen alles. Niemand kann sich hier in unserer Wohnung von uns verstecken!“ Auf Hennis 40 Quadratmetern gab es auch nicht wirklich einen Platz, an dem sich irgendjemand noch hätte verstecken können.

Henni und der schlaue Schlüssel

„Ulla, wir haben ihn gefunden. Wir haben ihn gefunden. Wir haben ihn gefunden.!“ Henni nimmt zwei Stufen auf einmal und ist in Null Komma Nix – Mein Nix ist mit „X“ sagt sie immer, wenn sie jemand fragt. – bei Ulla im 2. Stockwerk. „Meine Güte Henni, wen hast du gefunden?“ Ulla schüttelt etwas missbilligend mit dem Kopf. In ihrem Kopf sind im Moment ganz andere Themen. Tatjana und Ursula. Mutter und Tochter sind aus der Ukraine da.

Weltfrauentag – Wenn Männer mir dir Welt erklären

Henni hatte ihr bestes Paar Gummistiefel aus dem Schrank geholt und geputzt, bis alle weißen Punkte darauf glänzten. „Heute ist Weltfrauentag“, erklärte sie ihren Punkten auf den Gummistiefeln und zog sie zufrieden über ihre lilafarbenen Socken. „Jetzt gehen wir zu Ulla und stoßen mit einer Tasse Kaffee und einem dicken Stück Torte, das ich uns gleich noch hole, darauf an.“ „Ulla, ich komme mit dem leckersten Stück Torte, das ich gefunden habe zu dir und Tatjana und Ursula“, rief sie schon von der Haustür aus zu Ulla in das 2. Stockwerk hinauf. „Na, dann beruhig dich mal, der Kaffee ist fertig und die beiden Frauen sind noch unterwegs!“, antwortete Ulla von oben. „Ulla, was wünschst du dir heute?“ „Nichts anderes als an anderen Tagen: Frieden in den eigenen vier Wänden und in der Welt und, dass nicht immer wieder Frauen und Kinder darunter leiden müssen, wenn Männer Krieg führen.“ Ulla dachte dabei an den damaligen andauernden Streit mit ihrem Ex und an Tatjana und Ursula, die gerade beim Amt waren, um Grundsicherung zu erhalten. Henni …

Spurensuche – Kreative Anstifter*innen für mehr Heilung und Frieden

Wir brauchen sie! Kreative Menschen, mit Empathie, Fingerspitzen- und Feingefühl die in Worten und Geschichten die in Bildern und Illustrationen zur Heilung der kleinen und großen Menschen und der Welt anstiften. Menschen, die dazu anstiften, infizieren im besten Sinne mit Herzblut, Begeisterung und Liebe und stiften zu Frieden in dir, in uns und in der Welt an. (nach drei Tagen auf Spurensuche in der Katholischen Akademie Die Wolfsburg)

Und die Sonne scheint uns noch genauso ins Gesicht

Henni hielt ihr Gesicht in die Mittagssonne. Sie hatte sich ihre Lieblingsbank auf dem Fritz-Kühn-Platz ausgesucht und spürte die warmen Strahlen, die ihr Gesicht ganz sanft streichelten. Sie seufzte tief und verdrängte alle dunklen Gedanken, die die Sonnenstrahlen und den leichten, grünen Geschmack von Frühling und dem gelben Geruch von Hoffnung wieder verdunkelten. Überall lauerte er. In Nachrichten. In Bildern. In Zahlen. In Gesprächen und nicht zuletzt in Erinnerungen. Der Krieg in der Ukraine.

Henni und der bunte Sessel

„Ulla, wir mussten uns schon wieder trennen!“, rief Henni schon von der Haustür hinauf in den 2. Stock, in die geöffnete Wohnungstür von Ulla. Ulla schüttelte mit dem Kopf, ließ die Tür einfach offenstehen und ging schon mal vor in die Küche. Ob Henni klar war, dass die anderen, selbst sie eingeschlossen, manchmal nicht wissen, ob sie nun wirklich eine zweite Person meinte oder doch nur wieder von sich in der 2. Person sprach? Ulla stellte schon einmal eine zweite Tasse auf den Tisch. Gleich würde sie es wissen.

 Auf einen Blick so viel Landschaft am Stück

Henni stand staunend am Fenster der „Old School“. So hieß ihre Unterkunft für das Wochenende, das Ulla in einem Kreuzworträtsel-Wettbewerb gewonnen hatte. Dieses Haus stand mitten in der Eifel, deren Autokennzeichen Henni noch nie gesehen hatte. „Was ist *SLE*?“, hatte sie den Taxifahrer gefragt, der sie vom Bahnhof Urft abgeholt hatte.

Montags auf Krawall gebürstet

„Wir müssen unbedingt zum Friseur zu Luna!“ Henni steht wutentbrannt mit der Bürste in der Hand vor Ullas Wohnungstür. „Heute ist Montag, da wirst du keinen Erfolg haben!“, sagt Ulla und schaut grinsend auf Hennis Frisur, die eigentlich nicht anders aussieht als sonst. Strubbelig und nie ordentlich gekämmt.

Grießbrei-Montag

„Komm rein!“, rief Ulla. Die Wohnungstür stand einen Spalt auf und Henni waberte der wunderbar cremige, goldgelbe Geruch von frisch gekochtem Grießbrei entgegen. Den Geruch mochte sie, auch wenn sich der Klang der Stimme ihrer Freundin darüberlegte, wie eine traurig saure Essiggurke. Sie wusste, wenn Ulla den frisch kochte, dann war es in der Regel kein guter Montag.

Januar

Müdigkeit quillt aus allen ungeschriebenen Worten Das alte Jahr lauert noch in allen Ecken Der Staub des alten Immergleichen klebt auf leeren Zeilen Geputzte Fensterscheiben haben lästige Streifen wenige Sonnenstrahlen zeigen das Unausweichliche Zu viel immer noch zu viel