Alle Artikel in: Allgemein

Henni und die „Ausgangswas“?

Hier findet ihr den aktuellen Text als Audiodatei. Gelesen von Jürgen Fleuster. „Wir mögen seine Stimme!“, sagt Henni und hört sich den Text noch einmal an. https://www.gruenraumschreiben.de/wp-content/uploads/2021/04/Henni_Ausgangsswas_Juergen.mp3 „Wusstest du, dass ‚Laschi‚ jetzt bei Asterix mitspielt?“, fragte Henni ihre Freundin Ulla und zeigte auf das Cover des Spiegels, den Henni heute von Peter geschenkt bekommen hatte, der wusste, dass Henni die Zeitschrift mochte, weil Uwe den immer gelesen hatte.  Sie blätterte wahllos in der Zeitschrift.

Hennis Online-Lesung wird verschoben – Neuer Termin im Mai

Hennis Online-Lesung zu den Texten aus dem Samstag-Schreibcafé wird in den Mai verschoben. Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow werden vorlesen. Datum: 07.05.2021 – Lesung mit Texten aus dem Samstag-Schreibcafé: Die Hemeraner Autorinnen Andrea Hennecke und Birgit Malow lesen vor. Uhrzeit: 19:00 Uhr (Dauer, ca. eine Stunde, ab 18:45 Uhr zwangloses Ankommen …) Rahmen: Es wird eine Online-Lesung mit Zoom stattfinden. Eintritt: 5€ Anmeldung bitte per Mail an text[at]sabine-hinterberger.de. Dann erhalten Sie den Link zur Lesung. Weitere Informationen hier als Pdf-Datei zu finden.

Ein etwas anderer Lexikoneintrag

Sternstunde, keine: Sie ist das einfach Nicht-Vorhandensein einer wunderbaren, außergewöhnlichen und im Gedächtnis bleibenden Sternstunde. Eben etwas, an das frau sich nicht oder gerade doch erinnert, weil es so absolut keine Mondlandung ist. Oder, sie erinnert sich immer wieder. Sätze, die auf dieses Phänomen hindeuten, sind: Im Chat konnten wir nicht. Da fühlten wir uns unbegabt. Blind Date. Ich habe nichts gesehen. Mmh … Ich bin heute nicht im Schreibmodus. Wenn diese Sätze einzeln oder gar im ganzen Rudel auftreten, können Sie sicher sein, dass das Phänomen da ist, aber nicht ihr vorbereiteter Plan dahinter. Eine Sternstunde klappt mit einem noch so gut vorbereiteten Plan eher nicht bis gar nicht. Das mit dem Plan beruhigt, erklärt aber das Phänomen nicht, denn Planlosigkeit ist auch kein Garant für keine Sternstunde. Vielleicht mehr eine gehörige Portion „Nicht-Wollen“ oder einfach zwei Kugeln Lieblingseis ohne Schlagsahne obendrauf. Dieser Genuss ist immer eine Sternstunde, es sei denn, aber das ist äußerst unwahrscheinlich, das Eis schmeckt nicht. Ich meine „Eis-und-nicht-schmecken“ und da wären wir dann wieder am Anfang vom Ende: keine …

MeerSehnen

Ich sitze hier im Café am Meer, Flip-Flops an den braungebrannten Füßen, die voller Sand sind. Der Kaffee, der ein Eiskaffee ist, schmeckt nach Meer. Die Menschen, die am Café entlang spazieren, sind alle entspannt und ich auch, weil ich einfach wieder hier sitzen und aufs Meer schauen kann, in dem ich gerade noch schwimmen war. Ich spüre das Salz auf meiner Haut. Die Haare sind noch feucht. Die Luft riecht nach Sonnencreme, nach Kindheit, nach Leben, nach Sonne, nach Urlaub und nach einem Gin Tonic. Endlich wieder hier. Hier will ich nicht mehr weg. So lange habe ich die Tage und Stunden und Minuten und Sekunden gezählt. So lange habe ich mich auf diesen Moment hin gesehnt. So lange habe ich alles andere sein lassen, um hier sitzen zu können. So lange war ich noch nie hier. So lange wie noch nie zuvor werde ich hier bleiben.  

Hennis Oster-„Brantsch“

Foto: #kriegundfreitag „Henni, mach bitte auf! Ich bin es, Ulla!“ Ulla stand vor Hennis Wohnungstür und hämmerte gegen die Tür. Sie waren heute zum „Oster-Brantsch“ verabredet gewesen. „Das heißt nicht Frühstück, sondern Brantsch und beginnt erst um 11:00 Uhr!“ hatte Ulla Henni erklärt und einen leckeren Hefezopf gebacken. Henni wollte den Quark und die Marmelade dazu mitbringen. Wer nicht kam, war Henni. Der Hefezopf, gerade noch im Ofen, wurde langsam kalt. Das war in den ganzen Jahren, seitdem sich die beiden Frauen kannten, noch nie vorgekommen.

Henni und Egon

„Wie lange sitzt du denn schon hier?“, fragte Henni und schaute ihn an. Er war ziemlich blass. Nein, sehr weiß, das trifft es besser. Saß da auf dem Pfosten des Sichtschutzes aus Holz und guckte nur und sagte nichts. „Bist du schüchtern?“, fragte Henni noch einmal. Wieder schaute er nur über sie hinweg und sagte nichts.

#neulichnachtsonline – Im Dunkeln schreiben

Am letzten Freitagabend, in der Nacht der Bibliotheken, war es soweit: Fünf mutige Autorinnen schrieben mit mir mutig in die Nacht hinein. Mit nichts weiter ausgestattet als Papier, ihren Worten, ihrer Phantasie und einer kleinen Lichtquelle. Wunderbare Texte sind entstanden, die nur so in der Dunkelheit entstehen können. Doch lesen Sie selbst nach, was alles entstanden ist und warum Sie das unbedingt auch einmal ausprobieren sollten. Hier der Link zum Padlet der Schreibnacht. Eine Wiederholung ist auf jeden Fall geplant.

#einsatzeintageinvierteljahr

Jeden Tag erzählt ein Satz ein Vierteljahr lang Geschichte. Eigentlich sollte es ein ganzes Jahr werden, doch die Sätze verweigerten sich immer mehr und schließlich täglich. Die Begegnung mit dem schrägen Vogel auf dem Dach wird vermutlich in ein völlig anderes Schreibprojekt führen. Sie hatte sich in der letzten Woche schon verabschiedet, es selbst nicht geglaubt und auch der schräge Vogel glaubte es erst, als sie in dieser Nacht nicht mehr zurückkam und da wusste er am nächsten Morgen, dass diese Geschichte zu Ende, aber ihre längst begonnen hatte sich neu zu schreiben. Der schräge Vogel flog noch vor Sonnenaufgang in den verschneiten Frühling auf und davon. 20./21.03.21

Wenn die Blogparade zweimal klingelt oder ungebetene Gäste

Wir, das sind Michaela Ziegler und Sabine Hinterberger, finden, es wird mal wieder Zeit eine Blogparade zu veranstalten! Wir, die das nicht nur glauben, sondern gerade wieder selbst erleben, wie das Schreiben Menschen miteinander verbinden kann, selbst über Länder- und Sprachgrenzen hinaus … Und so sind wir durch ein Erlebnis vom Michaela auf das Thema gekommen und hatten sofort viele, viele Ideen, wer oder was ein ungebetener Gast alles sein kann: Einer, der real ist, zwei oder vier oder noch mehr Beine hat. Einer, der nur in unseren Gedanken, Erwartungen oder Ansprüchen lebt. Einer, der uns etwas bringen, verkaufen oder bei uns abholen oder loswerden will. Die Möglichkeiten sind wirklich unerschöpflich und ihr seid herzlich eingeladen euch ab sofort und bis zum 30.04.2021 mit einem Text-Beitrag zu beteiligen. Die Textform ist frei und das jeweils 4. und das 30. Wort des letzten Beitrags (Ohne Überschrift!) soll in eurem neuen und folgenden Beitrag vorkommen. 🙂 Bitte teile den Link zu deinem Blogbeitrag im Kommentar, wenn du einen Beitrag geschrieben hast. Hier findet ihr die bisherigen Blogparadenbeiträge. …