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Ein etwas anderer Lexikoneintrag

Sternstunde, keine: Sie ist das einfach Nicht-Vorhandensein einer wunderbaren, außergewöhnlichen und im Gedächtnis bleibenden Sternstunde. Eben etwas, an das frau sich nicht oder gerade doch erinnert, weil es so absolut keine Mondlandung ist. Oder, sie erinnert sich immer wieder. Sätze, die auf dieses Phänomen hindeuten, sind:

Im Chat konnten wir nicht.
Da fühlten wir uns unbegabt.
Blind Date.
Ich habe nichts gesehen.
Mmh …
Ich bin heute nicht im Schreibmodus.

Wenn diese Sätze einzeln oder gar im ganzen Rudel auftreten, können Sie sicher sein, dass das Phänomen da ist, aber nicht ihr vorbereiteter Plan dahinter. Eine Sternstunde klappt mit einem noch so gut vorbereiteten Plan eher nicht bis gar nicht. Das mit dem Plan beruhigt, erklärt aber das Phänomen nicht, denn Planlosigkeit ist auch kein Garant für keine Sternstunde. Vielleicht mehr eine gehörige Portion „Nicht-Wollen“ oder einfach zwei Kugeln Lieblingseis ohne Schlagsahne obendrauf.

Dieser Genuss ist immer eine Sternstunde, es sei denn, aber das ist äußerst unwahrscheinlich, das Eis schmeckt nicht. Ich meine „Eis-und-nicht-schmecken“ und da wären wir dann wieder am Anfang vom Ende: keine Sternstunde. Punkt. Aus. Ende.

2 Kommentare

  1. Liebe Sabine, wieder sehr schön zusammengefasst und für mich war das geschriebene blind date im Aprilschnee fast so etwas wie eine Sternstunde – auf eine ganz besondere Art. Danke für das Wochenhighlight!

  2. Sabine sagt

    Liebe Sonja,
    das freut mich. Ich mag ja die etwas anderen und eher schrägen Sternstunden …
    Liebe Grüße,
    Sabine

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