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Hennis Laterne oder der Herbst ist da

Früher Montagabend, es begann schon dunkel zu werden. Ulla schaute aus dem Fenster. Der Herbst stand nicht mehr nur vor der Tür, er hatte längst geklingelt. Genauso wie Henni, die gerade lauthals singend die Straße entlanggekommen war. Es hörte sich an, als hätte sie ihren eigenen Laternenumzug veranstaltet.

„Ulla, wir haben jetzt einen Weg durch den Herbst gefunden!“, rief Henni schon aus dem Hausflur zur ihr herauf und machte kein Licht. Ulla lachte von oben und ließ Henni mit ihrer Laterne den dunklen Hausflur hinaufkommen. Ein kleiner Lichtschein geisterte mutig die Treppenstufen hinauf.

„Und, was sagst du?!“, lachte sie, „Jetzt finde ich meinen Weg auch im Dunkeln und wenn das nicht hilft, singe ich, da wird mir immer, und zwar sofort geholfen.“

„Na, da bin ich mir sicher. Komm, wir stellen deine Laterne auf den Küchentisch und dann schauen wir dem Herbst bei der Dunkel-Arbeit zu!“.

Henni ging mit ihrer Laterne durch den Flur in die Küche und stellte die kleine, neue Laterne mitten auf den Küchentisch. Ulla folgte ihr und brachte den frischen Kaffee mit.

Und so saßen die beiden Frauen bei Laternenlicht, Kaffee und Streuselkuchen in Ullas Küche und schauten dem Montag beim Dunkelwerden zu.

„Sieht doch gleich alles viel schöner und heller aus, oder?“, fragte Henni und Ulla nickte.

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