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Anne Frank und das Lernen aus der Geschichte heute und für Morgen

Bild/Text: Sabine Hinterberger (Motiv am Anne Frank Zentrum Berlin)

Liebe Anne,

heute ist dein Geburtstag und ich frage mich heute einmal mehr als an anderen Tagen, wie du heute auf unsere Welt schauen und was du von ihr halten würdest, was aus ihr seit dem Ende des 2. Weltkrieges aus ihr geworden ist …

Wie würde ein Tagebucheintrag heute von dir lauten und in welcher Form würdest du schreiben, würdest du bloggen, wärst du bei Instagram, Facebook oder gar Twitter? Eine solch neue Form wird gerade mit Sophie Scholl erfolgreich absolviert und von sehr vielen Menschen interessiert verfolgt.

Und dann frage ich mich, für die die Arbeit über dich mit jungen Menschen eine Herzensangelegenheit ist, wie sehen dich junge Menschen heute? Nach meinen vielen Jahren in der Arbeit mit dir reichen die Reaktion von engagiert, tiefsinnig und politisch interessiert bishin zu gelangweilt, desinteressiert und bisweilen und immer öfter respektlos, und das zumeist anonym.

Ist die Auseinandersetzung mit dir dann eher eine freiwillige Angelegenheit oder eine verbindliche und fest in Bildungs- und Seminarangeboten verankerte Aufgabe, die dafür sorgt immer wieder meine Zugangswege und Räume zu dir zu eröffnen, die dich, dein Leben und dein Tagebuch ins Heute stellen und Verbindungen aufzeigen?

Ich denke immer noch, das Letztere, weil wir alle eine Verantwortung für die Mitgestaltung der Gesellschaft haben!

Worum geht es?

  • um Lernen aus der Geschichte, auch wenn viele sagen, das haben wir doch schon alles zigmal durchgekaut und doch nichts verstanden haben?
  • um Respekt und Toleranz anderen Menschen gegenüber, auch wenn viele sagen, das bin ich doch und dann anonym ihr Desinteresse ins Internet rotzen?
  • um kreative und andere Wege, z. B. mit den Change Writers e. V., die dich dann mit überraschenden und tollen Ergebnissen im Heute zeigen?
  • um neue Bildungsformate, z.B. mit dem Anne Frank Zentrum Berlin und dem jährlichen Anne Frank Tag, die gemeinsam erarbeitet und erprobt werden, mit Menschen wie dem neuen Jugendschützer von Iserlohn Jörg Simon, dem das ebenfalls am Herzen liegt?

Wenn ich da wie aktuell in der letzten Woche an dem zweifle, was ich da immer wieder neu tue, dann konzipiere ich neu und weiter, suche mit engagierte Gleichgesinnte und lese in deinem Tagebuch und lasse mich von dir inspirieren, denn wenn nicht du, wer könnte das besser.

„Wie herrlich ist es, dass niemand auch nur eine einzige Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt zu verändern.“

Deine Sabine.

 

 

 

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