Kreatives Schreiben, NoBuSchrei 2020
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NoBuSchrei – Fortsetzungsgeschichte

Foto: Quint Buchholz

Heute hat Nike als erste Autorin der Schreibwerkstatt „Novembergrau bunt schreiben“, die ich in Kooperarion mit Schreibland NRW und der Stadtbücherei Iserlohn durchführe, eine Geschichte begonnen, die von den anderen Autorinnen bis zur nächsten Woche weitergeführt wird.

Nichts ist unglaublicher, als das Gefühl der Erinnerungen

Ich wusste schon wieder nicht, wie ich anfangen sollte. Ich sah keine Möglichkeit, auch nur irgendwie das aufzuhalten, was ich begonnen hatte, mir blieb keine andere Wahl. Ich musste weg …

Die Dunkelheit verschwand langsam, mein Augenlicht wurde klarer. Ich spürte die kühle Erde, auf der ich lag, meine verhärtete Haut, die durch den Schlamm ausgetrocknet war. Mein Versuch, mich zu bewegen, war erfolglos, ein Schmerz durchfuhr meinen ganzen Körper. Ich versuchte Luft zu holen, doch ich schaffte es nicht, zu atmen. Jeder einzelne Versuch ließ mich Schmerzen verspüren. Erfolglos. Nutzlos. Unbeachtet.
Ich schaute so gut es ging an mir herunter. Ein Pfeil. Ein Pfeil steckte mir in der Seite. Allein durch den Anblick, spürte ich die Schmerzen wieder und wieder. Schmerzen im Herz, Schmerzen überall. Es steckte ein elendiges Gefühl in mir, doch wieso, wusste ich nicht. Ich konnte mich nicht erinnern.
Dunkelheit – wieder.

Shanon

Shanon!

Shanon! Sie sind es!

Jemandes Stimme erklang in meinen Ohren. Ich erlangte die Kraft, meine Augen zu öffnen, doch erkennen, tat ich die Person nicht, ich erkannte verschwommene Umrisse, meine Augen wollten keine klarere Sicht zulassen.

„Shanon! Ich bringe Sie in Sicherheit!“

Wer war es er? Ich brachte nichts aus meinem Mund hervor, jede Bewegung, die ich eingehen wollte, war vergeblich, kein hallo, kein Mundwinkelzucken, ich war am Abgrund des Lebens angekommen.

Die Person hob mich hoch, der Schmerz ließ mich aufschreien. Sofort stoppte er zu laufen. Wieder ertönte seine raue, männliche Stimme.

„Es tut mir leid!“, doch es klang eher wie ein leises Flüstern. Ich bekam nicht mit, wo wir hinliefen, was er mit mir vorhatte, auch wie lange wir liefen, wusste ich nicht. Doch was mir bewusst wurde, war, ich lag plötzlich auf etwas Weichem, vermutlich einem Bett. Ich erkannte nun mehr als vorher, über mir hingen viele Traumfänger, ich drehte meinen Kopf und sah in den dort stehenden Spiegel. Mein Spiegelbild ließ mich aufschrecken, mein Gesicht hatte leichte Kratzer und noch immer war es etwas dreckig, in meinen braunen Haaren hingen noch Reste von herbstlichen Blättern und dann …

  (Autorin: Nike)

6 Kommentare

  1. Sofie sagt

    Hallo Nike,
    ich finde den Text total gut. Meiner Meinung nach hast du einen total schönen Schreibstil, so dass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen kann und das Geschehen gut mitverfolgen kann.

  2. Paula sagt

    eine total tolle geschichte, inder die stimmung echt gut beschrieben wird! seine geschichte hat definitiv mehr aufmerksamkeit verdient 🙂

  3. Meine_meerschweinchen_liebe sagt

    Hey Nike ❤️
    Ich bin total begeistert von deiner Geschichte,
    Die ist so Wunder schön ❤️❤️❤️
    Liebe Grüße

  4. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so eine schöne Geschichte gelesen habe! Riesengroßes Kompliment ♡!

  5. Hannah sagt

    Hey Nike,
    WOW! Das ist so wahnsinnig gut geschrieben! Könnte ein nächster Bestseller werden! Respekt!

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