Allgemein
Kommentare 1

Henni und Juttas Strand am Rhein

Henni war ganz aufgeregt. Sie besuchte endlich mal wieder ihre langjährige Freundin Jutta in Monheim und hatte sich dazu den alten, klapprigen Fiesta von Ulla geliehen. Henni fuhr gerne, aber sie hatte das schon lange nicht mehr getan. Also dauerte die Strecke, die eigentlich nur eine Stunde dauerte, fast doppelt so lange. Sie hatte sich das neue Album „Voyage“ von Abba auf ihrem Handy während der Fahrt angehört. Abba gehörte zu ihren Kindheitserinnerungen, doch die Lieder waren einfach nicht mehr so wie sie die Musik in ihrer Erinnerung hatte. Das Gefühl bei Liedern wie „Mamma Mia“ oder „Take a chance on me“ entstand bei den neuen Liedern einfach nicht. Viele klangen eher schon wie viel zu frühe Weihnachtslieder. Doch dann kam die „Ode to Freedom“, die war Klasse und verursachte Henni eine Gänsehaut und berührte sie so sehr, dass sie das Lied auf Dauerschleife stellte.

Sie dachte an Uwe und an ihre gemeinsame Zeit, die so kurz gewesen war. Darüber hätte sie fast die Abfahrt übersehen.
Endlich stand sie vor Juttas Wohnungstür und freute sich riesig sie endlich zu sehen.
„Hast du etwa auch Brötchen geholt?“, lachte Jutta und zeigte ihre volle Tüte.
„Wir können den ganzen Tag Brötchen essen!“, lachte Henni und stellte ihre Tüte daneben.
Die beiden Frauen saßen am vollen Frühstückstisch. Die Zeit verging wie im Flug. Es gab so viel zu erzählen und neu zu erfahren und zu lachen und zuzuhören …
Doch das war noch längst nicht alles Schöne. Henni hatte zum Geburtstag einen Gutschein für die einzige Buchhandlung des Ortes von Jutta bekommen und zu der gingen sie jetzt, vorbei an all den Monheimer Baustellen, die sich eng aneinanderreihten.
Henni war ganz aufgeregt und ging die Treppenstufen hinauf in die kleine Buchhandlung, die sofort diese besondere Atmosphäre hatte, die einfach einlud zu bleiben. Ein Bücher-Sessel direkt am ersten Büchertisch. Es war eine kleine Buchhandlung und Henni atmete die Bücherluft ganz tief ein.
„Spürst du das?“, fragte Henni.
„Na klar!“, sagte Jutta, „Genau deshalb hast du auch einen Gutschein von hier bekommen!“
„Wir würden hier gerne mal eine Nacht eingeschlossen werden!“, sagte Henni und stellte sich vor, wie es wäre, mal einen Abend und eine Nacht zwischen all den Büchern sitzen und lesen zu können.
Und dann versank sie mit Jutta in den Büchern, zog eines nach dem anderen aus dem Regal und steckte ihre Nase tief in die Bücher. Wie viel Zeit vergangen war, wusste sie hinterher nicht, aber das Ergebnis waren zwei Bücher und eine tolle Stofftasche vom Moki , die sie sogar behalten durfte.
„Die bringen wir beim nächsten Mal natürlich mit, wenn wir wiederkommen!“, freute sich Henni und ließ gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz heimlich das Geburtstagsgeschenk für Jutta einpacken.
„Und jetzt zu meinem kleinen Strand!“, strahlte Jutta.
Die Beiden spazierten durch die Stadt bis zum Rhein und hier entdeckten sie ein Boot, mit dem sie beide gerne mitgefahren werden.

„Einmal mit dem Boot bis zur Nordsee in den Niederlanden!“, schwärmte Henni.
„Ja, das wäre schön, aber wir werden dann im Frühjahr stattdessen mit der Piwipp über setzen und auf der anderen Seite im Café Kaffee und Kuchen genießen.“
„Was für geniale Aussichten!“, freute sich Henni und zog ihre neuen Socken aus der Tasche: rot mit weißen Punkten und einem roten Knopf auf dem linken Socken. „Damit wir immer wissen, wo links ist!“ Das war ein tolles Geschenk von Jutta und Henni zog sie sofort an Juttas kleinem Rhein-Strand an.
So war sie bestens gewappnet, die drei Rhein-Kiesel zu finden.

Wisst ihr nicht, wer oder was die sind?
Dann fragte doch mal jemanden in Monheim. Die wissen das!

1 Kommentare

  1. Jutta Paris sagt

    Es ist schön das Du den Tag genau so genossen hast wie ich! Hoffentlich bald mal wieder:)
    Aber erst mal im Dezember in Iserlohn! Dir und Henni eine gute Woche!
    Liebe Grüße von Jutta:)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.