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Ein SchreibSchaufensterZimmer für alle – Henni hat eine „nach-Zumm-Wiesjon“

„Du, wir haben da eine Idee!“, ruft Henni, kommt hereingestürmt und setzt sich strahlend mir gegenüber an den Küchentisch.

„Ja, das sehe ich in deinem Gesicht!“, antworte ich grinsend.

„Woran siehst du das?“, fragt Henni, steht auf und schaut in den Spiegel.

„Und, siehst du es auch?“, frage ich.

„Nein, aber wir müssen das auch nicht sehen, wir kennen die Idee ja!“, antwortet Henni.

„Na, dann lass mal hören!“, schlage ich vor. „Einen Kaffee dazu; ich habe mir gerade einen gekocht!“

„Ja, bitte! Wir wollen ein SchreibSchaufensterZimmer mitten in der Stadt für alle einrichten!“ Henni strahlt noch mehr und löffelt drei Stück Zucker in den Kaffee, rührt um und lacht.

„Ein SchreibSchaufensterZimmer? Ich habe gerade eins abgegeben!“

„Nein, nicht so eins. Eins, ganz zentral, das jede/jeder nutzen kann, der mal für sich schreiben oder alleine kreativ sein möchte. Regale mit diesen Büchern übers Schreiben, ein gemütlicher Schreibtisch am Fenster und mehr nicht. Wir geben den Schlüssel raus und machen den Stundenplan. Und alle, die vorbeigehen, sehen das und möchten das auch mal ausprobieren! Alleine und mit anderen!“ Henni ist total begeistert und lässt noch mehr Zucker im Kaffee versinken.

„Aber, Corona … und einen solchen Raum zu finden, der bezahlbar ist, ist …“

Henni unterbricht mich. „Du bist pessidingstisch und kennst den Raum doch längst. Wir sind es nicht. Wir werden einen finden, du wirst sehen!“

„O.k., ich bin jetzt mal nicht pessidingstisch. Auf deine Idee!“, sage ich und hebe meine Kaffeetasse.

„Auf unsere Nach-Zumm-Wiesjon!“, ruft Henni, trinkt einen Schluck und verzieht das Gesicht. „Kann ich noch ein bißchen Kaffee für den Zucker haben?“

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