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Das erste Wort

(Schreiben nach einer neu erfundenen Redensart zum Thema Anfangen: Aller Anfang ist orange …)

Wenn ich an das erste Wort denke, dann stolpert es noch jedes Mal erst aufs Papier, macht sich etwas klein, noch schüchtern und verschämt kommt es daher, geht auf die Suche nach den andere, die vor ihr da gewesen sind und die nach ihr kommen werden.

Viele Wörter folgen unserem ersten Wort, purzeln auf die Zeilen, stellen sich auf und hüpfen und tanzen auf den Zeilen mit ihren Nachbarwörtern, wenn keiner hinschaut. Das haben sie beim Mond gesehen, der macht das auch.

Unser Wort gähnt, reckt seine einzelnen Buchstaben und stellt sich dann mit einem breiten Grinsen auf die Zeile, denn genau da, wo es steht, da ist sein Platz. Ohne unser Wort würde der Satz nach ihm keinen Sinn ergeben. Das weiß unser Wort und genau das macht es mächtig stolz.

Unser Wort wächst mit jedem Menschen, der es liest und wenn ihr ganz genau hinschaut, könnt ihr sehen, wie es euch zublinzelt!
Pst, da, schaut genau hin!

5 Kommentare

    • Sabine sagt

      Lieber Urs,
      ja, das können sie und dem Mond gefällt es,
      Henni und mir auch,
      liebe Grüße,
      Sabine

  1. Birgit Malow sagt

    Liebe Sabine, ein wunderbarer Text, der mich heute Morgen begrüßt und zum Lächeln bringt. Vielen Dank dafür. Deine und meine Worte sind mir wichtig und die vieler anderer auch. Hüten wir uns vor gemeinen Worten. Liebe Grüße Birgit

    • Sabine sagt

      Liebe Birgit,
      gerade in diesen Zeiten sind geschriebene Worte einfach noch wertvoller als sowieso schon …
      Herzliche Grüße,
      von Zeile zu zeile,
      Sabine

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