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Henni und das Leben ist doch immer ein wenig schlauer

„Wir glauben, dass das Leben doch immer ein wenig schlauer ist als wir!“, rief Henni und legte ihren Haus- und Wohnungsschlüssel auf den Tisch, als sei er ein rohes Ei oder sonst wie zerbrechlich.
Ulla grinste und hörte schon die noch nicht erzählte Geschichte dahinter. Sie kannte Henni und schenkte ihnen beiden erst einmal eine Tasse Kaffee ein. Henni hatte eine Woche krank zu Hause im Bett gelegen. Das war nicht nur bei den sommerlichen Temperaturen eine Tortur für sie, weil sie nicht gut krank sein konnte. Dieses Mal hatte sie wohl tagelang nur geschlafen und ein wenig die Tage durcheinander gebracht. Etwas blass sah sie schon aus, dachte Ulla und legte ihr ein extra großes Stück Kuchen auf den Teller.

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Henni und der Geschmack von Italien

Ein Beitrag für Sara, die mich heute Morgen im Büro auf die Idee gebracht hat!
Danke!

„Komm rein Henni!“, rief Ulla von oben, „Valentina ist auch schon da!“
Henni lief das Wasser im Mund zusammen. Valentina … Dieser Name schmeckte nach Stracciatella und Sonne. Beides mochte Henni am liebsten im Schatten. Und Valentina mochte sie auch.
Henni nahm zwei Stufen auf einmal. Valentina war jetzt öfter bei Ulla. Die beiden hatten sich im Stadtteil-Laden der Kinderlobby kennengelernt, wo sie beide einmal in der Woche mithalfen. Im Moment halfen sie Familien, die sich eine erste Schulausrüstung nicht leisten konnten.
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Der beige Bollerwagen Berti

Berti lebte mit seiner Familie in dem riesigen, mehrstöckigen Gebäude in Hagen, in dem es alles gab, was Menschen so brauchten, wenn sie vor die Tür gingen. Da hatten sie einen englischen Begriff für: O U T D O O R.

Warum die Menschen das aber alles brauchten, um vor die Tür zu gehen, das verstand Berti echt nicht und Englisch war jetzt auch nicht so sein Ding. Bertis Ding war an der Rolltreppe stehen und die Menschen, die dort hochkamen zu beobachten. Farben interessierten ihn sehr, vor allen Dingen knallige und auffällige Farben, denn er war eher zurückhaltend beige.
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Eine ganze Kühlbox voller Eis-Lächeln

„Ulla, wir haben eine wichtige Mission fürs Schnöggel!“, rief Henni und kam mit einer riesigen Kühlbox in ihre Wohnung.

„Können wir vorher noch einen Kaffee trinken?“, fragte Ulla vorsichtig, weil sie Hennis spontane Aktionen kannte und aus Erfahrung wusste, dass da meist nicht viel Zeit zur Vorbereitung blieb. Meist blieb ihr nur mitmachen und hoffen, dass es keine ihrer Schnapsideen war, die gut gemeint, aber nicht immer ebenso gut in der Umsetzung waren.
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Henni, Eis am Stiel und Zebrastreifen auf der Straße

„Ulla, wieso heißt der Zebrastreifen eigentlich Zebrastreifen?“ Henni biss erneut ein großes Stück von ihrem momentanen Lieblingseis Cuja Mara Split ab und Ulla bekam eine Gänsehaut nur vom Zugucken. Ulla hatte sehr, sehr empfindliche Zähne und Henni anscheinend überhaupt nicht, Nicht einmal das viele Eis, das sie in diesem Sommer vorzugsweise am Stil aber ebenso in Waffeln und riesigen Eisbechern verdrückte, schien ihren Zähnen etwas auszumachen. Ihr Zahnarzt war anscheinend auch mehr als zufrieden.

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Hennis neue Postkarte für Juli – Vision

alte gemäuer
auf hochglanz renoviert
rote fenstergitter
vor mordernem weißen fensterglas
rote mühsal mit herzblut gemischt
alte geschichten
kaffeemühlengeruch
alt und neu in bestform

alt und neu
die fabrik, sagen sie immer
sie ist ein hingucker geblieben
geschichten werden hier
geflüstert kaffeemühlen mahlen
es passiert viel

noch lange
kein ende
in sicht

Henni und die Sache mit den Fotos oder Observations 2022 in Iserlohn

Foto: Ronen Berka, Observe Collective

„Ulla, wir müssen unbedingt Fotos anschauen!“ Mit diesen Worten und einem grünen Armband aus Papier kommt Henni aufgeregt in Ullas Wohnung.
„Können wir vorher noch Kaffee trinken?“, fragte Ulla wenig begeistert. Ulla mag Fernseh-Bilder, die zu ihr ins Wohnzimmer kommen, aber weniger Bilder, die an weißen Wänden hängen und zu denen sie selbst gehen muss.
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Hennis unkaputtbare Blumen und das Flüstern aus dem Nachbarhaus

Hennis Blick wanderte an diesem sehr warmen Junitag immer wieder zum Tisch neben ihrem Liegestuhl, den ihr Peter aus den Resten seiner nie eröffneten Beach-Bar ohne Sand erst nur geliehen und dann geschenkt hatte.

„Den brauche ich nicht mehr. Mit der Beach-Bar wird es hier wohl nix.“  Henni fand die Idee eine Beach-Bar ohne echtes Meer ziemlich gut, weil alle, die nicht ans echte Meer konnten, dann zumindest an den Strand der Beach-Bar kamen. Und mit dem Sand zwischen den Zehen und Flipflops konnten dann alle mit bunten Cocktails und Schirmchen für einen Moment glauben, sie wären dort am Meer. Außer Peter und sie glaubte wohl in dieser Stadt niemand mehr an diese Idee.
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