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Blogparade: every summer has a story – Packt die Sonnencreme aus !

Ich finde, es wird mal wieder Zeit für eine Blogparade, oder? Es ist viel zu lange her, dass wir keine gemacht und zu ihr geschrieben haben. Also, geht es heute los und endet am letzten Tag des August.

Ihr braucht auch nicht viel dazu. Nur Sonnencreme !

Kennt ihr das auch?
Der Geruch von Sonnencreme führt euch direkt in die Erinnerung an den Sommer, mit dem alles anfing, an den Sommer mit ihm, an dem Sommer nach ihm, an den einen Sommer, an den letzten Sommer, an diesen Sommer, an den Sommer im Regen …

Wir im Schreibcafé am Mittwoch haben es heute schreibend ausprobiert, was passiert, wenn dich der Geruch von Sonnencreme auf die Zeilen und weit darüber hinaus führt ……
Probiert es selbst aus und schickt den Link zu euren eigenen Texten in den Kommentar zu diesem Blogbeitrag.

Ich freue mich auf eure Texte.

Viel Spaß und einen tollen Sommer mit dem Geruch von Sonnencreme in der Nase. Der ist übrigens überall to-go

Ich mache einfach mal den Anfang.

Planschbeckensommer

Planschbecken in Blau
gelber Boden
Schwimmflügel in Rot
Welt gehört mir
bunt allein

 

Hier findet ihr die weiteren Beiträge zur Blogparade:

Bettina

Sonnencremedüfte

Kindheitserinnerungen
Campingurlaube
Sonne Sand Strand Sangria
Sommernächte sternenklar

Anneliese

Kokosnussduft auf meiner Haut

Nur die Palmen fehlen.
Die denke ich mir.
Während ich die Augen schließe
Und im warmen Sand liege…
In der Sandkiste hinterm Haus.

Sonja 

geborgen

der geschmack von sauerampfer
und auf scharfen gräsern pfeifen

Hier weiterlesen.

Mo

Getaucht
in Bildwelten
schnuppere ich an
hellen Worten und schmecke
Sommerduft

Schreiben schafft Verbindung – Kreatives Schreiben in der Mitte der Woche

Seit drei Monaten ist das Schreibcafé als Online-Meeting wöchentlich im Angebot des Grünschreibraums. Es entsteht, nach der Überwindung aller nur erdenklich technischen Hürden, die meist mit viel Humor gemeistert werden, wunderbarer Stoff für neue Geschichten  …

Und so haben wir nach einer tollen Idee aus dem Buch „Mein Leben als Torte“ von Andrea Behnke Avenida-Gedichte geschrieben. Ganz einfach mit einer Überschrift, vier Worten und sieben Zeilen aufgebaut mit einer tollen Wirkung.
Das Gedicht des Begründers der konkreten Poesie Eugen Gomringer sorgte an der Hausfassade der ASH in Berlin lange für hitzige und irgendwann nicht mehr nachvollziehbare Debatten, die das Entfernen des Gedichts zur Folge hatte.

Die dortige Wohnungsgenossenschaft hat es in zweifacher Sprache und mit nächtlicher Beleuchtung auf einer Hausfassade übernommen.

Hier könnt ihr unsere kleine Auswahl der Avenida-Gedichte lesen:
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Zoom ist eine blöde Zicke

Bild: Tanja Graumann

Hier findet ihr die MP3-Datei zu dem neuen Text von Henni.

„Wieso lässt du uns denn nicht rein?“, fragt Henni an der Haustür und geht hinter Ulla ins Wohnzimmer.

„Komm doch ruhig rein!“, sagt Ulla, lässt Henni stehen und geht schnell zurück ins Wohnzimmer. Dort steht ein nagelneuer PC neben dem aufgerollten Häkeldeckchen. An das darf nichts kommen, weil Ulla solange daran gehäkelt hat und der PC ist ein Geschenk von ihrem Sohn und den kann Ulla nicht bedienen.
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Wir müssen reden, dann klappt es auch mit den Gummistiefeln und dem Leben und den Tagen

Bild: Tanja Graumann

Der folgende Text ist als mp3-Datei hier zu finden.

„Wir müssen reden!“, ruft Henni laut. Da steht sie schon vor mir, in ihren weißgepunkteten, roten Gummistiefeln, der gelben langen Regenjacke und hat dabei die Hände energisch in die Seite gestützt. Ganz außer Atem ist sie, den weiten Weg hat sie extra für mich auf sich genommen.
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Natalie Goldbergs Online-Kurs als selbst verabreichter Impfstoff in einer ver-rückten Welt

Foto: Quint Buchholz, Sommerwind 2013

10 Jahre ist es her, dass ich diesen Text geschrieben habe. Schon vor zehn Jahren hat mich diese Frau und ihre so feinsinnige schreibende Weise auf die Welt zu schauen unglaublich fasziniert. So sehr fasziniert, dass mein poetisches Ich gekündigt und sich auf den Weg nach New Mexico gemacht hat, gegen jeden klugen Verstand, einfach spontan, aus einem zutiefst echten Gefühl heraus.

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Blogparade „Was ist Zeit?“

Andrea hat auf ihrem Blog „Kinderalltag – Mein Mama-Blog“ zu einer Blogparade zum Thema „Was ist Zeit?“ aufgerufen.

In meinem gestrigen Schreibcafé habe ich eine Miniatur geschrieben, die zeigt, wie Zeit erlebt werden kann. Ich wusste anfangs überhaupt nicht, wohin mich das führt und bin heute, einen Tag später, selbst sehr überrascht und fasziniert zugleich, wohin es mich geführt hat.

Zeitlos

(Schreibimpuls: Schreiben mit einem ersten und einem letzten Satz eines Buches)

„Es fiel Regen in jener Nacht, ein wispernder Regen.“[1] Ein Regen, der verriet, was in der Luft lag, was diese Zeit anrichten würde, mit unserer Welt und ihr und ihm. Sie hatten, nass geregnet bis auf die Haut, einen Unterschlupf in der alten Fabrikhalle gefunden. Die Fabrikhalle, die niemand mehr betrat, weil sie einsturzgefährdet war.
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Henni hat sich ausgesperrt

Eine neue Geschichte und eine Audio-Datei von Henni. Und, wer kennt das nicht, sich schon einmal ausgesperrt zu haben?!

„Wir werden morgen früh und zu Weihnachten noch hier vor der Tür sitzen!“, schimpft Henni mit sich. Sie sitzt vor ihrer Haustür auf der obersten Stufe in der Mittagssonne. Sie hat sich ausgesperrt. Nicht, dass hinter der Haustür und Zuhause jemand auf sie warten würde, der sie dann einfach reinlassen könnte und es nicht schön war in der Sonne zu sitzen, aber der Ärger über die eigene Vergesslichkeit ist einfach zu groß!
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Henni und der peinlichste und schönste Kuss

Heute schon wieder eine Audio-Datei von Henni, weil wir ja heute alle nicht in den Mai hineintanzen können.

 

„Wir haben den Uwe ja echt gerne geküsst, aber sein erster Kuss war voll peinlich“, sagte Henni kichernd. Sie saß mit Ulla am späten Abend vor dem Ersten Mai bei einem Eierlikörchen in der Küche, als sie das erzählte. Vermutlich hätte sie diesen Satz nicht laut ausgesprochen, wenn das dritte Glas des selbstgemachten Eierlikör von Ulla nicht ihre Zunge etwas gelöst hätte.

„Echt?“, fragte Ulla neugierig. „Erzähl doch mal!“.

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Henni und die Sonnenblumen und Rosen zum Umhängen

——- FÜR ALLE DIE SEIT MONTAG EINEN DR.-FRANKENTHAL-MUNDSCHUTZ TRAGEN MÜSSEN ——

Hier auch die Audio-Datei:

 

Henni öffnete das Fenster im Wohnzimmer und schaute auf die andere Straßenseite, wo Ulla dasselbe tat. Sie öffnete nur ihr Küchenfenster. Beide legten ein Kissen auf die Fensterbank, stellten ihren Kaffee daneben und unterhielten sich über die Straße hinweg.

Das tägliche Ritual der beiden Frauen seit nun mehr sechs Wochen, als Ulla von ihrem Arzt durch ihre schwere Asthmaerkrankung zur Risikogruppe erklärt und in die Wohnung verbannt wurde.

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