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Grünraums Blogadventkalender 2019 – Stairway to Heaven – Türchen 21

Seit 20 Tagen verfolgen wir jetzt schon Henni auf der leuchtenden Leiter, von der sie gestern gefallen und mit den Orangen wieder auf dem Boden gelandet ist.

Was bisher geschah, verrät dir die Geschichte aller bisher geöffneten Türchen von 1-20.

Heute wird mein lieber Blog-Gast Jürgen, der das zweite Jahr mitschreibt, das heutige Türchen öffnen und die Frage klären, welcher Tag denn heute in der Geschichte ist …

Noch einmal zur Erinnerung das gestrige Türchen von Liena (kursiv gedruckt):

„Die Leiter führte also in vergessene Zeiten und an die verwunschenen Orte der Kindheit zurück.“, dachte Henni. Eine Traumreise neigte sich dem Ende zu. Sie glitt langsam und unmerklich die Stufen der Himmelsleiter hinab. Der Weihnachtsmann blieb noch ein wenig über ihr, lächelte ihr zu und bedeutete ihr, sich mutig dem Trubel zu überlassen. Weihnachten ist schließlich eine Herausforderung. Das wusste er offensichtlich auch, zwinkerte ihr zu und gab ihr die Orangen zurück. Jedes Jahr so viel Anstrengung, um es für alle so schön wie möglich zu gestalten. Das Fest.

Dabei sollte es doch Einkehr sein, eine besinnliche, kleine ruhige Feier. Das hatte Henni in der Vorbereitung wieder völlig vergessen: an die Zeit nur für sich selbst zu denken. Gut, dass die Orangen wieder in ihrer Hand waren, das sind für sie die Weihnachtsboten und die Lichtpunkte in der Wohnung. Orange. Ihre Brüder würden bald kommen, mit der Familie, und die Eltern, die milde in den Wirbelwind von Gästen lächeln und alles mit den Kindern mitmachen. Als Henni an den Sternen, den Eichhörnchen und allem anderen vorbeigerutscht war, kam sie wieder unten bei der ersten Sprosse an. Welch´ eine schöne Reise!

Nebel hatte sich ausgebreitet, bald kam die Morgendämmerung. Als sie am Fuße der Leiter angekommen war und beherzt den Schritt auf den Boden setzte, dachte sie noch: „Ja, die Erwachsenen haben auch Träume zum Fest. Danke, lieber Weihnachtsmann!“

Von den anderen Personen war niemand mehr zu sehen. Die verwaiste Bushaltestelle stand im fahlen Morgenlicht, die Straßenbeleuchtung war gerade ausgeschaltet worden. Stille. Dann kam ihr Bus.

Aber, was war das? Leise, leise tanzten vereinzelte Schneeflocken vom Himmel herab… Welcher Tag war eigentlich heute?

Türchen 21

Henni wußte nun wirklich nicht mehr wo ihr der Kopf stand. Diese Fülle von Ereignissen machte ihr zu schaffen, sie kam sich so vor als stünde sie kurz vor der Einweisung in die Klapse und ihr Schweben im Nirgendwo war nichts anderes als der Flug übers Kuckucksnest. Auch hatte sie jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren. Waren Minuten, Stunden, Tage, Wochen, womöglich Jahre vergangen? Sie wußte es nicht. Wo befand sie sich wirklich? Sie wußte es nicht. „Was erlauben Sie sich?“, und schlug nach den Händen, die sich in ihren Hüftspeck gegraben hatten. Henni wußte nicht viel, aber eines sehr genau – nicht einmal der Weihnachtsmann durfte sie da anfassen! „Soll er doch seine eigene fette Plauze tätscheln“, mit diesem Gedanken schaute sie direkt in ein Grinsen. „Jack?“…

Hier geht es morgen weiter.

Und hier befindet sich die komplette und täglich aktualisierte und wachsende Geschichte als Pdf-Datei.

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